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Vollmondführung

Text und Bild von hcg
WOCHENSPIEGEL WITTENBERGE | PERLEBERG | PRITZWALK vom 19. Dezember 2015, Seite 10 - Sonderveröffentlichung

Dom- und Hansestadt Havelberg von einer völlig neuen Seite

Havelberg - Am zweiten Weihnachtsfeiertag, den 26. Dezember, findet zum letzten mal in diesem Jahr die beliebte Vollmondführung statt. Der Treffpunkt wird wie in den Jahren zuvor an der St. Annen und Gertraudenkapelle Ecke Vor dem Steintor (B107) - Krugtorholweg sein. Gertrud von Nivelles ist die Schutzpatronin der Pilgerer. Auf eine kleine Pilgerreise am Abend durch die Dom- und Hansestadt lädt der Veranstalter ein. Der Besucher erfährt, was diese Kapelle und der Dom St. Marien zu Havelberg mit der Wunderblutkirche St. Nikolai in Bad Wilsnack verbindet. Welche Beziehungen bestanden und wo kommt der reichhaltige Schmuck für den Dom St. Marien her? 
 
 
Blick von der Stadtinsel zum Dom St. Marien am Weihnachtsabend.

Auf der kleinen Pilgerreise entlang des Prälatenweges erklimmt man den Domberg. Bevor man vom imposanten Westwerk des Domes in seinen Bann gezogen wird, kommt man am Burggrafenstein vorbei. Er erinnert an die Huldigung der Stadt gegenüber dem ersten Hohenzollernherrscher, Burggraf Friedrich VI von Nürnberg, in der Mark Brandenburg. Stellt sich doch den Besuchern immer die Frage, “War er oder war er nicht“ persönlich in Havelberg. Am Burggrafenstein soll dann dieses Geheimnis gelüftet werden. Die Pilgerreise führt einen weiter auf dem Prälatenweg zum Dom St. Marien. Welche Vorgängerbauten sind bekannt und wie war die Baufolge des Havelberger Domes? Wann kam Albrecht der Bär und Bischof Amseln zum ersten Mal nach Havelberg? War Amseln der Bauherr vom Dom und warum sind so viele unterschiedliche Steinarten verbaut worden? Wie wird die Geschichte dieser Zeit, im ältesten bekannten Zeugnis der brandenburgischen Geschichtsschreibung, dem “Tractatus de urbe Brandenburg“ dargestellt?
   Was hat das weltberühmte Bernsteinzimmer, der König Friedrich Wilhelm I. (Preußen) und Zar Peter der Große mit Havelberg zu tun, auf all diese Fragen bekommt man auf dem Domberg eine Antwort, bevor man auf der kleinen Pilgerreise am Abend über die Domtreppen und Berggemeinden zur Stadtkirche St. Laurentius und der Heiligengeistkapelle (Beguinenhaus) auf den Salzmarkt geführt wird. Hat der Salzmarkt eine besondere Bedeutung für die Stadt? Havelberg war nicht ohne Grund auch Mitglied der Hanse.
   An dieser Stelle ist ein Blick in die Gegenwart, der zugleich schon wieder Vergangenheit ist, gestattet. Die Stadtkirche St. Laurentius war während der Bundesgartenschau 2015 eine der beiden Kirchen, in denen 16 Blumenhallenschauen stattfanden. Hier zeigten die Floristen des Landes ihr Können. Sie gestalteten hier einzelne Gestecke, hüllten aber auch den gesamten Kirchenraum in ein Blumenmeer aus Gerbera, Rhododendron, Azaleen, Orchideen, Hortensien oder Rosen. Die Pracht die gezaubert wurde, war für Blumenanbeter unersättlich. Bei der letzten Vollmondführung des Jahres hat man nun die Möglichkeit, in die interessante Geschichte der Stadt einzutauchen und manches Geheimnis zu entdecken.
   Der Veranstalter bittet um Rückmeldung, ob im Anschluss der Führung in ein Lokal eingekehrt werden möchte. Weitere Informationen sind unter 01603575895 oder auf der Internetseite http://www.havelbergercg.de/stadt-gaestefuehrungen.html zu bekommen.